Wichtige Fragen

Die Bescheinigung A1 kommt im Sozialversicherungsrecht im Bereich der Europäischen Union zum Tragen. Sie wird auf Antrag des Arbeitnehmers oder des Arbeitgebers durch die Krankenkasse bzw. den zuständigen Rentenversicherungsträger ausgestellt und dem Antragsteller ausgehändigt. Mit der Bescheinigung A1 wird erklärt, dass während der Dauer der Entsendung des Arbeitnehmers nach Deutschland weiterhin sein eigenes System der sozialen Sicherheit anwendbar bleibt und damit deutsches Sozialversicherungsrecht wegen des Grundsatzes der Vermeidung von Doppelversicherung ausgeschlossen ist. Die Sozialversicherungsträger des Entsendestaates sind verpflichtet, zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Ausstellung der Bescheinigung gegeben sind. Bei Vorliegen einer Bescheinigung A1 ist der Arbeitnehmer in Deutschland nicht sozialversicherungspflichtig. Er ist aber auch nicht zur Inanspruchnahme von Leistungen der deutschen Sozialversicherung berechtigt. Andererseits verpflichtet die Bescheinigung den Arbeitgeber, die Sozialversicherung entsprechend den im Heimatland des Arbeitsnehmers geltenden Regelungen durchzuführen.

In der ganzen Europäischen Union hat jeder Bürger oder Arbeitnehmer Anrecht auf medizinische Erstversorgung zu Lasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung. Wenn eine Person in einem EU-Staat einen Arzt aufsuchen muss oder wird da hospitalisiert, weist Sie die europäische Krankenversicherungskarte vor, damit sie eine Direktzahlung der Behandlungskosten umgehen kann. Die Karte gilt als Nachweis dafür, dass jede Person Anspruch auf die gleichen Leistungen wie jeder andere krankenversicherte Bürger des jeweiligen Aufenthaltslandes hat.

Eine Entsendung von Arbeit- nehmenden liegt vor, wenn ein Arbeitgeber Arbeitnehmende in ein anderes Land entsendet, anders als der Staat, in dem er seinen Sitz hat und die Arbeit- nehmenden gewöhnlich ihre Arbeit verrichten. Er wird dort in seinem Namen und auf seine Rechnung eine Arbeitsleistung erbringen. Für die entsandten Arbeitnehmenden bleibt weiterhin ihr Arbeitsvertrag gültig und sie sind immer noch den Sozialversicherungen ihres Herkunftstaates unterstellt.

Seit dem 1. Januar 2015 hat gründsätzlich jeder Arbeitnehmer Anspruch auf die Zahlung eines Arbeitsentgelts mindestens in Höhe von 8.50 brutto je Zeitstunde gegen den Arbeitsgeber. Zur Zahlung des Mindestlohns sind alle Arbeitsgeber mit Sitz im In- oder Ausland verpflichtet, soweit Sie Arbeitnehmer in Deutschland beschäftigen.

Ein Besispiel von Lohnkosten bei der Arbeoitnehmerentsendung:

Der Arbeitnehmer aus Polen verrichtet den ganzen Monat eine Arbeit in Deutschland. Seine Netto-Vergütung beläuft sich auf 1150 Euro (umgerechnet in PLN 4750)

  • Altersrentenversicherung 159 Euro
  • Invalidenrentenversicherung 103.25 Euro
  • Unfall und Krankenversicherung 165.61 Euro Seine Brutto-Vergütung beläuft sich auf 1604.86 Euro

Zur dieser Summe muss der polnische Arbeitsgeber noch die Einkommensteuer berechnen.

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